

Wenn eine kleine Idee sich hartnäckig in den Köpfen einiger verrückter festsetzt, entsteht recht schnell eine unaufhaltsame Lawine …
Als wir vor einigen Jahren von einem eigenen kleinen Event träumten, konnte keiner von uns ahnen was daraus schlussendlich entstehen sollte. Konzert- und festivalverrückt, dem Rock und Metal verbunden, aber auch ordentlich "blauäugig" nahm das Unternehmen Fahrt auf. Kann ja nicht so schwer sein …
Im Prinzip war es das auch nicht. Man sucht einen passenden Namen, legt einen Termin fest, und braucht eine geeignete Location. Die Rahmenbedingungen waren geschaffen, der Rest ergab sich fast von allein - auch dank der Gemeinde Reinhardshagen und zahlreicher Unterstützer im Umfeld.
Recht schnell stellten wir aber auch fest, dass es angebracht ist einen eigenen Verein, als Träger zu etablieren. Die Metal Crew Reinhardshagen e. V. war geboren. Die damals recht überschaubare Zahl an Mitgliedern brannte für die Idee, und jeder war bereit, für ein gutes Gelingen der ersten Veranstaltung eigenen finanzielle Mittel einzusetzen. Ohne dieses Engagement wären wir heute nicht dort wo wir stehen.
Bereits das erste WMM 2017 war ein voller Erfolg. Wie wir das so geschafft haben, können wir im Nachhinein gar nicht erklären. Die Rookies haben’s, getreu ihrem Motto, halt einfach irgendwie gemacht! Die Bands haben für uns und die rund 500 Besucher ordentlich gerockt. Alle Rückmeldungen waren durchweg positiv. Schnell war klar: Das machen wir wieder - und so soll es auch bleiben.
Minimal optimiert starteten wir 2018 wieder durch. Mit ca. 600 Besuchern konnten wir uns deutlich steigern. Stilistisch haben wir uns deutlich breiter aufgestellt, was anscheinend ebenfalls gut ankam.
Mit Hardbone hatten wir einen zugkräftigen Headliner. Traditioneller und dreckiger Rock n‘ Roll sollte uns auch in den nächsten Jahren weiter begleiten.
2019 haben wir in allen Belangen deutlich aufgestockt. Sechs statt fünf Bands haben auf einer größeren Bühne gerockt. Aber auch die Crew hat sich erheblich vergrößert. Irgendwas schienen wir richtigzumachen, so dass wir unserem Konzept auch im Folgejahr treu bleiben wollten.
… und dann kam diese unsägliche Pandemie. Zwei Jahre lief nichts - außer intensiver Vorbereitungen auf Distanz. Zu jeder Zeit waren wir in den Startlöchern, und an die Onlinekonferenzen denken wir heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Uns war klar, dass es andere Festivals wohl deutlich härter getroffen hatte und wir wohl mit einem "blauen Auge" davongekommen waren.
Aber auch wir hatten Rückschläge. Flyer gedruckt – Flyer verworfen und so weiter. So konnten wir beispielsweise auch unseren Wunsch-Headliner Heathen in dieser Zeit leider nicht realisieren. Als es dann 2022 weiter gehen sollte, ging alles Schlag auf Schlag. Im März war noch alles dicht und im April hatten wir als eines der ersten Festivals wieder freien Handlungsspielraum. Wir fanden uns in einer surrealen Situation wieder - immer mit dem Gedanken, dass der nächste Lockdown schon morgen kommen könnte.
Trotzdem wurde das WMM 2022 zu einem vollen Erfolg. Die Besucher hatten wieder Bock zu feiern und alle Bands hatten uns in der schweren Zeit nicht nur mit viel Verständnis die Treue gehalten, sondern auf der Bühne auch ordentlich abgeliefert!
2023 kam dann ein wenig internationales Flair auf. Mit Against Evil haben wir uns an einen relativ unbekannten Headliner aus Indien gewagt. Auch hier wieder nach dem Motto "Wir machen’s einfach!" Wir denken gerne an dieses Jahr zurück. Legendär war auch der berauschende Warm- Up-Gig von Against Evil am Vorabend im Backstage. Immer auch wieder bemerkenswert wie sich die vermeintlich kleinen Opener zum Überraschungsact des Festivals entwickeln. In diesem Jahr sollte der Preis an Ghosther gehen.
Kein Jahr ist wie das andere. 2024 ging es etwas härter zur Sache. Mit Dust Bolt und Prophecy 23 gab es die volle Moshpit-Bedienung. Für ein wenig Wacken-Flair sorgte die Band Skyline. In einer Sache ging es jedoch "back to the roots". Wir haben gemerkt, das fünf Bands für die härteste Sause im Wesertal völlig ausreichend sind. Mehr Professionalität, weniger Stress und vor allem mehr Spielzeit für alle.
2025 – ähnliches Konzept, beste Voraussetzungen und mit Rage für unsere Begriffe ein ganz großer Wurf! Dazu noch eine ausverkaufte Halle und beste Stimmung! Was will man mehr? Ach so, ein Experiment haben wir dennoch gewagt: Erik Cohen kam mit seinem eigenwillig-coolen Deutschrock und seiner grandiosen Bühnenpräsenz beim Publikum richtig gut an.
Wie will man ein überragendes Vorjahr toppen? Keine Ahnung. Für uns hieß es 2026: Die Qualität muss unbedingt bleiben, dazu evtl. kleine Verbesserungen in einigen Bereichen, vor allem draußen. Wir denken, das haben wir auch im Großen und Ganzen geschafft. Ein erneut ausverkauftes Haus habt ihr uns beschert! Leider hatten wir mit unseren Wunschkandidat Steelpreacher einen krankheitsbedingten Ausfall, der aber kurzfristig durch einen grandiosen Gig von Burden Of Grief kompensiert werden konnte. Den Steelpreacher Gig holen wir aber irgendwann nach - versprochen!
Wie geht’s 2027 weiter? Das Line-up steht und mit Nitrogods schließt sich ein kleiner Kreis: 2017 waren sie unser erster Headliner, nun kommen sie nach 10 Jahren zum Weser Metal Meeting zurück! Im Gepäck: die wieder erstarkten, legendären Thunderhead. Eine Kombi, die man nicht unterschätzen sollte!
… und nicht zu vergessen: ein Jahr später, 2028, feiert das Weser Metal Meeting seine 10. Ausgabe! Was wir uns da wohl einfallen lassen? Lasst euch überraschen. "Wir Machens einfach!"
Wir bedanken uns bei allen Besuchern und Fans - national wie international -, bei den Helfern und Supportern, den Händlern, den Bands, der Gemeinde Reinhardshagen, der Feuerwehr Reinhardshagen, den Anwohnern und unseren Schirmherren den Bürgermeister der Gemeinde Reinhardshagen Fred Dettmar recht herzlich für die gute Zusammenarbeit und den völlig reibungslosen Ablauf!
Amateure sind wir geblieben, aber liebenswerte und ein wenig positiv bekloppte. Und so soll es verdammt nochmal auch bleiben! "Wir ma…." Ach ihr wisst schon…
Auf euch, und auf die hart rockende Zukunft!
Cheers!

